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Fahrzeug/Auto selber polieren

Geschrieben am 14. September 2015

Vorab muss ich dazu sagen, das man sich intensiv mit dieser Materie beschäftigen sollte, wenn man vor hat seinen Pkw selber zu polieren. Viele verstehen unter polieren bereits das versiegeln oder wachsen eines Lackes, was nicht richtig ist. Polieren ist das glätten einer Oberfläche durch Abrieb. Folgend möchte ich für interessierte einige Tips geben.
Wenn ich Kratzer selber dauerhaft entfernen möchte, erziele ich selbiges nur durch Abrieb. Alle anderen Möglichkeiten, wie z.B farbige Wachse(Farbpolitur) bringen nur, wenn überhaupt, einen sehr kurzfristigen Vorteil, weil die Wachse natürlich wieder abwaschen. Somit kann ich durchaus durch das auffüllen von Unebenheiten durch Wachse einen kurzfristigen Vorteil erzielen. Denn wie schon gesagt füllen diese Wachse den Lack teilweise auf, somit habe ich weniger Lichtbrechungen, und eine bessere Optik.

Aber es geht hier ja ums polieren.
Sehr wichtig ist die gründliche Reinigung des Fahrzeugs. Nach der Wäsche sollte das Auto gründlich “abgeknetet” werden. Dabei handelt es sich um eine Reinigungsknete, welche mühelos( bei richtiger Anwendung) den Lack von allen oberflächigen Verunreinigungen wie Flugrost und Teer befreit.
Als Gleitmittel kann man auch einfach nur eine Sprühflasche nehmen, und füllt einige Tropfen Spüli mit Rest Wasser ein. Jetzt einen Teilbereich großzügig einsprühen, und dann mit leichtem Druck mit der handwarm durchgekneteten Knete über den Lack gleiten. Den Erfolg kann man nach der Trocknung mit einem Mikrofasertuch sofort spüren.
Nach dieser Lackreinigung schaun wir uns den Lack gründlich an, um festzustellen, was nötig ist. Kratzer werden sicherlich vorhanden sein, gehen wir davon aus, das die Lackspuren auch so gravierend sind, das poliert werden muss.
Was brauchen wir für die Politur ? Als erstes eine Poliermaschine, welche einen Drehzahlbereich von ca. 600 bis 3000 Umdrehungen hat. Ich arbeite meist mit 600 Umdrehungen, denn den benötigten Abrieb erzeuge ich mit der entsprechenden Körnung der Schleifpaste. Aber das muss jeder für sich entscheiden. An der Maschine sollte nicht gespart werden. Früher habe ich gern mit einer Rupes poliert, aber die letzten Jahre bin ich zur Makita 9227 CB gewechselt. Selbst nach der Politur eines ganzen Lkws wird dieses Gerät nicht heiss. Diese Maschinen sind fast unverwüstlich. Leider kostet diese Qualität auch ein wenig. Es gibt natürlich auch deutlich günstigere Rotationspolierer, aber diese Maschine wird Sie viele Jahre begleiten.

Jetzt brauchen wir noch ein Pad, also den Aufsatz auf der Maschine, welcher meist aus Schaumstoff ist, es gibt auch Lammfellaufsätze, aber Lammfell hat einen höheren Abrieb, und man zieht leicht Schleifspuren in den Lack. Sauberere Ergebnisse erzielt man mit harten Schaumstoffpads, wenn man einen größeren Abrieb erzeugen möchte/muss.
Also brauchen wir einen Schleifpad.In diesem Fall der Härte Medium.

Um mit Maschine und entsprechendem mittelharten Pad jetzt einen Abrieb zu erzeugen (also das eigentliche Polieren des Klarlackes) brauchen wir natürlich auch noch Schleifmittel. Ich verlinke mal die Paste von 3M, welche sehr hochwertig, aber auch nicht ganz billig ist. Allerdings bekommt man die Paste die wir verwenden leider nicht im Einzelhandel. Schleifpaste 3m Fastcut plus

Der Vorteil einer groben Körnung wie dieser ist in erster Linie der Zeitfaktor. Um einen etwas tieferen Kratzer auszupolieren benötigt ihr sonst mehr Zeit, könnt aber auch nicht so schnell eine Stelle durchpolieren. Also den Klarlack wegschleifen. Am besten wäre natürlich ein Schichtdicken-Messgerät ,um wärend und natürlich vor dem polieren die Schichtdicke zu messen, um nicht den Klarlack durchzupolieren.
Die Hersteller haben unterschiedliche Gesamtstärken verarbeitet, zwischen 55 und 160 µm

Bevor wir jetzt beginnen, den sauberen Lack zu polieren, sollten die Kunststoffteile mit Kreppband abgeklebt werden. Dauert nicht allzu lang, und selbst nach 20 Jahren polieren komme ich ab und an noch auf Kunststoff. Genaueres habe ich in einem anderen Beitrag verfasst. Einfach mal unter Außenaufbereitung schaun.

Am besten arbeitet es sich mit einem leicht feuchten Pad. Wir haben dafür einen Padwasher, also einen Eimer mit Einsatz, mit welchem man sehr schnell den Aufsatz gründlich reinigen kann. Aber für den Hobbygebrauch recht teuer. Also was tun ?
Den Pad unter klares Wasser halten und kneten, bis er etwas Wasser aufgenommen hat. Jetzt ein Stück Küchenpapier um den Pad wickeln, und wieder kräftig durchkneten, sodas nur noch wenig Wasser drin ist. Wenn der Pad noch zu naß ist, spritzt es beim polieren, und das wollen wir nicht. Genauso reinigt man den Pad dann auch regelmäßig wärend der Arbeit, durch ausspülen.

Also los gehts !

Den Pad schön mittig auf den Polierstützteller kletten, dann mit der Paste auf den Pad eine Linie ziehen, welche nicht ganz von Rand zu Rand geht. Jetzt erst auf den Lack GERADE anlegen, und dann die (hoffentlich) langsam anlaufende Maschine anschalten. Wenn der Pad gerade zum Lack anliegt, sollte die Maschine leicht zu führen sein, also nicht wackeln. Wenn ich einen ausreichend feuchten und sauberen Pad habe, müsste ich die Maschine auch mit einer Hand führen können. Aber das nicht beim ersten mal probieren.
Jetzt nicht gleich das ganze Auto polieren, sondern nur ein Stück. Dann reibt ihr mit einem Mikrofasertuch das Stück ab, und guckt was passiert ist und ob es gefällt.

Diesen Vorgang wiederhole ich, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Hilfreich ist für die Kontrolle ein LED AKKU STRAHLER

Unter diesem Licht sind die sogenannten Hologramme zu erkennen, sowie natürlich auch Schleifspuren. Deshalb muss ich nach der Defektekorrektur mit einer Stufe runter, also ein weicheres Pad, kombiniert mit einer feineren Schleifpaste
Damit die Schleifspuren auspolieren, bis unter dem LED Licht nichts mehr zu erkennen ist.

Jetzt haben wir noch die sogenannten Hologramme auf dem Lack. Man spricht meist von einem Hologramm, weil sich diese Spuren im entsprechenden Licht (LED oder Sonne) teils wie ein Hologramm darstellen, also wie “im Fahrzeug” zu sehen sind, und in anderen Blickwinkeln mitwandern.
Das entsteht durch das Rotationspolieren, was aber wiederrum nötig ist, um einen Cut zu erzeugen. Also brauchen wir eine Rotationsexentermaschine. Der Vorteil ist bei einer solchen Maschine (gibt natürlich auch günstigere, aber diese ist ebenso unverwüstlich wie die Makita 9227cb) das beide Bewegungen gemacht werden, Rotation und Exenter. Somit habe ich auch einen leichten Cut und zusätzlich die Exenterbewegung um die Hologramme auszupolieren. Pad würde ich das oben verlinkte weichere nehmen, kombiniert mit der Feinen Schleifpaste oben. Damit bekomme ich ein sauberes Ergebnis hin.

Und warum funktioniert das ?

Weil Hologramme nichts anderes als minimale Kanten im Lack sind, welche ich vorab einpoliert habe, durch den ungleichmässigen Abrieb beim Rotationspolieren.

Sie merken….ganz so einfach und billig gemacht ist das nicht. Man braucht eine Menge Geduld und vor allem sehr viel Freude an dieser Arbeit. Wenn alles passt, wird man durch einen wunderbaren Glanz belohnt.
Ohne das ich Ihnen die Hoffnung nehmen will, für einige ist das sinnvoll sich eine Ausrüstung zuzulegen, aber für die meisten ist das nichts.
Schaun Sie dann lieber in meinen Bericht zum gründlichen Waschen, Kneten und Wachsen.

Fragen Sie sich, warum ich diese Anleitung online stelle ? Nicht das meine Kunden Ihren Pkw jetzt selber polieren….probieren Sie es aus, und Sie wissen es !

Viel Spass und Erfolg dabei !

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